Andy Warhol: Ein geselliger Einzelgänger

Zamieszczony przez dnia Cze 18, 2018 | 0 komentarzy

Andy Warhol: Ein geselliger Einzelgänger

 

Er gilt als Papst der Pop-Kultur, der den Konsum zur Ikone machte:
Andy Warhol, amerikanischer Maler, Grafiker, Filmemacher, Illustrator, Verleger, Musikproduzent. Und er war vor allem der Mitbegründer und bedeutendste Vertreter der Pop-Art. Sein Leben spiegelt die klassische amerikanische Aufsteigergeschichte vom Tellerwäscher zum Millionär.

 

Zum 90. Geburtstag am 6. August 2018

 


Andy Warhol – eigentlich Andrew Warhola – kommt in Pittsburgh/Pennsylvania als jüngster Sohn slawischer Einwanderer zur Welt. Von frühester Kindheit an hatte er einen innigen Kontakt zu seiner Mutter, der bis zu ihrem Tod andauert.

Die Beziehung wurde noch enger, als er im Alter von acht Jahren schwer erkrankt an «Chorea minor» (unkontrollierbare blitzartige Bewegungen der Hände und der Gesichtsmuskulatur: im Mittelalter «Veitstanz» genannt). Er muss ein paar Wochen im Bett bleiben.

Zu dieser Zeit (Herbst 1936) transitiert Uranus über seine Jupiter/Chiron-Konjunktion am MC (siehe Geburtshoroskop). Uranus ist unkonventionell, steht für die Individualität, aber auch für das Zentralnervensystem. In Warhols Fall geht es um eine neurologische Autoimmunerkrankung, die mit einer seltenen Pigmentstörung gepaart ist, so dass man ihn später für einen Albino hält (Originalität).

Schon damals kommt seine charakteristische Doppelnatur (Chiron) zum Ausdruck. In der Öffentlichkeit ist er nett und brav, aber zu Hause verhalt er sich wie ein launischer Prinz verhalten. Um sich von der schweren Krankheit abzulenken, beginnt der Junge intensiv zu zeichnen und Comics zu lesen. So entdeckt er seine Leidenschaft als Künstler (Jupiter/Chiron im Quadrat zur Sonne in Löwe).

1942 stirbt sein Vater: Ondrej Varhola war streng, fleissig und ehrgeizig gewesen, aber im Leben von Andy nicht vorhanden. Dieser Umstand bestätigt das rektifizierte Horoskop, wo die Sonne des Künstlers ins zwölfte Haus fällt.
In dieser Zeit bildet in der Sonnenbogendirektion der Mars eine Opposition und der Neptun ein Quadrat zum Radix-Saturn. Transit-Saturn und –Uranus stehen in einer Konjunktion auf dem Radix-Mars im zehnten Haus und der Transit-Pluto bildet eine Konjunktion mit dem Merkur im zwölften Haus.

 

Der Aufstieg


Ab 1945 studiert Andy Warhol in seiner Heimatstadt Gebrauchsgrafik. Seinen Abschluss macht er im Alter von 21 Jahren in den Fächern Malerei und Design.
Da New York zu jener Zeit das Zentrum der modernen Kunst ist, zieht er in die Metropole. Es beginnt ein neues Kapitel in seinem Leben. 1948/49 läuft Pluto über seine Radix-Sonne, später über seinen Radix-AC: es findet eine grosse innere Transformation statt, die seinen Weg zum Künstlerstar bahnt!

In New York lebt Warhol zunächst von Gelegenheitsjobs. Er macht Werbung für einen Schuhhersteller, danach arbeitet er als Werbegrafiker und Illustrator für verschiedene Frauenmagazine, wie VOGUE und HARPER´S BAZAAR. Der Kunst widmet er sich nur nebenbei. Damals nutzt Andy Warhol Tinte und Tusche, um Motive und Porträts von Engeln, Schmetterlingen und Katzen zu zeichnen. Seine Designs sind neu, er wird als Grafiker immer bekannter. Doch er will sich auch künstlerisch verwirklichen.
Als Künstler hat er aber lange keinen Erfolg. Doch seine Idee, seine grafischen Werbearbeiten weiterzuentwickeln und in eine künstlerische Form zu giessen, stellt sich später als erfolgreich heraus und wird zu dem führen, was als Pop-Art bekannt ist.

1962 kommt der künstlerische Durchbruch. Er vervielfältigte seine Bilder mittels Siebdruck, womit ganze Serien mit Darstellungen von Massenprodukten des alltäglichen Lebens entstehen. Zu dieser Zeit bildet Uranus eine Konjunktion mit dem Radix-Neptun: Die neue, revolutionäre (Uranus) Kunst (Neptun) ist geboren!
Berühmt sind etwa die Campbell-Suppendosen, seine Porträts Marilyn-Monroe, Mao, Liz Taylor, Mick Jagger und vielen anderen Stars oder die Death und Disaster-Serien von Autounfällen, Schädeln und elektrischen Stühlen. Sein Ölbild mit dem Titel «Campbell’s Suppendose mit sich lösendem Etikett» erzielt schon 1962 den Preis von 60.000 US-Dollar.

Im gleichen Jahr gründet Warhol seine Factory. Es handelt sich dabei um zu Ateliers umfunktionierte Fabrikhallen, wo er und seine Mitarbeiter diverse Projekte realisieren. Dort will er Kunst nach industriellen Maßstäben «produzieren»; es ist aber auch ein grosser Treffpunkt für Künstler und Intellektuelle.

Ein Löwe braucht entsprechende Bewunderung und Platz, um sich entfalten zu können. So versammelt Warhol in seiner Factory junge Menschen um sich, die immer für ihn da sind und ihn vergöttern – er ist dabei gleichzeitig Regisseur, Beobachter und Hauptdarsteller seines Theaters. Bals ist er zu einem der führenden Künstler weltweit geworden, der bekannteste Vertreter der avantgardistischen Pop-Art.
In der Factory passiert vieles: So lasst Warhol auch die experimentelle Rockband The Velvet Underground üben und auftreten, von der er von Anfang an begeistert ist und deren erstes Album er produziert. Warhol dreht auch Filme – Kino war schon in der Kindheit seine grosse Leidenschaft, was ebenfalls typisch für die starke Löwe-Besetzung ist.

 

Das Attentat


Das Jahr 1968 markiert dann einen Wendepunkt in Warhols Leben: Am 3. Juni wird er von Valerie Solanas – einer extremen Feministin, die schon in einem seiner Filme mitgespielt hat, deren allzu obszönes Skript er aber nicht verfilmen wollte – lebensgefährlich angeschossen. Der Künstler überlebt, muss aber längere Zeit im Krankenhaus verbringen. Die radikale Solanas (Lilith) wollte sich gegen ihn und seine «patriarchale Männerhierarchie» wehren: «Er [Warhol] hatte zu viel Kontrolle über mein Leben».

Das Solarhoroskop für das 1967/68 zeigt eine Sonne/Jupiter-Konjunktion im achten Solar-Haus, Saturn steht auf dem Radix-Mond, Mars bildet eine Opposition zur MC/Jupiter-Konjunktion im Radix.
Am 3. Juni läuft Lilith über seinen Radix-Mars (!), Jupiter macht ein Quadrat dazu und steht auf dem Radix-Neptun, der Mondknoten nähert sich dem Radix-Mond und Neptun steht im Quadrat zur Radix-Venus. In der Sonnenbogendirektion steht Uranus im Quadrat zum AC.
Bemerkenswert ist auch, dass dieses Attentat zwei Monate nach einer Sonnenfinsternis (28. Marz) stattfand. Diese ereignete sich auf 9 Grad Widder, also in Konjunktion zu seinem Radix-Uranus (das Unerwartete). Und Saturn befand sich in Konjunktion zum Radix-Mond.
Nach dem Mordanschlag zügelt Warhol die Factory und lässt sein neues Atelier mit Kameras überwachen. Er konzentriert sich wieder verstärkt auf seine Bilder und Siebdrucke. Außerdem schrieb er ein Theaterstück.

 

Die Mutter


In Warhols Horoskop sehen wir eine Mond/Uranus-Konjunktion im neunten Haus im Widder: Seine Mutter (Mond) war eine «Mutter Courage»: stark, witzig, tüchtig, sparsam und exzentrisch. Sie hatte aber nie gut Englisch gelernt und blieb ihr ganzes Leben lang blieb eine Migrantin (neuntes Haus). Doch sie unterstützte Andy von jung auf und war von seinem Talent überzeugt: Mond/Uranus Trigon Sonne in Löwe und Trigon Saturn in Schütze im fünften Haus. Andy Warhol konnte und wollte sich nicht emotional engagieren. Er hatte viele Beziehungen zu Männern, obwohl er gerne versicherte dass Sex ihn nicht interessiere und er seine ganze Energie in die Kunst stecke. Er war distanziert und wirkte emotional wie eine Maschine (Mond/Uranus-Konjunktion in Widder). Er konnte liebevoll, gut und großzügig sein (Löwe), aber wenn eine Beziehung nicht mehr für seine Kunst und Karriere nützlich war, brach er sie ab.
Die Mond/Uranus-Konjunktion verweist auch auf seine Vorliebe für technische Neuerungen: Er benutzte gerne Kassettenrekorder, Kamera, Polaroid, Stroboskop und Computer.

Der mystische, inspirierende und träumerische Neptun war im Leben Andy Warhols sehr wichtig. Im Radix steht er im ersten Haus und in Konjunktion mit dem königlichen Stern Regulus, was ihm einen spektakulären künstlerischen Erfolg brachte. Und er steht auch in Konjunktion zur Venus, dem Planeten der Kunst. Diese Venus/Neptun-Konjunktion im Löwe-Zeichen zeugt davon, dass Frauen einerseits seine Schaffenskraft förderten, andererseits aber sein Leben bedrohten: Neptun herrscht über das achte Haus, und die Lilith/Mars-Opposition bildet ein Quadrat dazu.
Derselbe Neptun-Aspekt weist zudem auf eine grosse Religiosität hin. Warhol war religiös, betete regelmässig mit seiner Mutter und begleitete sie in den Gottesdienst. Aber er wollte nicht, dass die Leute diesen Teil seines Privatlebens kannten.
Am 22.November 1972 starb seine geliebte Mutter. Ihr Tod erschütterte Andy tief, aber der Künstler liess sich nach aussen nichts merken. Er ging nicht zu ihrer Beerdigung.

 

Der Tod


Andy Warhol starb überraschend am 22.Februar 1987, unter bis heute ungeklärten Umständen (Neptun). an den Folgen einer Gallenblasenoperation in einer New Yorker Klinik. Wir wissen nur, dass die private Krankenschwester, die sich um ihn kümmern sollte, ihre Arbeit vernachlässigt hatte. Erst um 5.45 Uhr bemerkte sie, dass sein Körper aus Sauerstoffmangel blau angelaufen war. Man konnte ihn nicht mehr wiederbeleben, und um 6.31 Uhr wurde Andy Warhol für tot erklärt.
Im Solarhoroskop 1986/87 stehen Sonne und Mond im zwölften Haus (Krankenhaus) und der AC steht auf Venus/Neptun des Radix (Auflösung).
Am Todestag erreicht Pluto das IC und die Opposition zu Jupiter/Chiron im Radix. Neptun bildet ein Quadrat zum Radix-Uranus und der Mondknoten steht in Konjunktion zum Radix-Mond.
Es lässt sich nicht bestreiten, dass Warhol teilweise selbst schuld war an seinem Tod, da er zu lange mit der Operation gezögert hatte (Neptun, Herrscher des achten Hauses, im ersten Haus). Er war überzeugt, keinen zweiten Krankenhausaufenthalt zu überleben…
Andy Warhol hat die Kunstszene stark geprägt. Er machte Pop-Art bekannt und durch die massenhafte Reproduktion seiner Bilder stellte den Originalitätsbegriff der Kunst bewusst in Frage. Auch heute noch sind seine Werke sehr gefragt und erzielen Rekordpreise.

 

Die Person


Als Mensch war Andy Warhol bockig, süss, bezaubernd, merkwürdig, kokett, charismatisch, aber auch sehr schüchtern. Er liebte das Leben und genoss es in vollen Zügen, wie ein richtiger Löwe. Hinter einer Fassade von Fröhlichkeit versteckte sich ein achtsamer Bobachter… Er war eine introvertierte, scheue und undurchsichtige Persönlichkeit, was mit der Sonne im zwölften Haus nachvollziehbar ist.
Warhol lebte seine Homosexualität nicht öffentlich, obwohl er sie, darauf angesprochen, nicht abstritt. Indem er zeitlebens die (männliche) Homosexualität zu einem der zentralen Fixpunkte seines Schaffens erhob, förderte er die Auseinandersetzung mit dem Thema. Saturn im fünften Haus (Lust und Sinnlichkeit) verweist auf starke Beschränkungen hinsichtlich Ausleben der eigenen Sexualität. Der Selbstausdruck kann konkret umgesetzt werden (hier in der Kunst), aber nicht spielerisch sein (Saturn). Er bringt dem Horoskopeigner die gesellschaftliche Anerkennung und Ruhm – Jupiter als Herr von fünf in zehn und in Konjunktion mit dem MC – aber er ist auch mit einer unheilbaren Wunde verbunden (Chiron). Seine Krankheiten und das Attentat zeugen davon.
«In der Zukunft wird jeder für 15 Minuten berühmt sein», verkündete Andy Warhol bereits 1968 – und hatte vollkommen Recht wie sich heute anhand von Internet und Castingshows zeigt.
Andy Warhol hat die Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stark geprägt. Er verhalf der Pop-Art zum Durchbruch. Durch die massenhafte Reproduktion seiner Bilder stellte er in der Kunst bewusst den Begriff «Original» infrage. Auch heute sind seine Werke noch sehr gefragt und erzielen Rekordpreise. Sein letztes Werk war ein grossformatiger Gemäldezyklus, der sich mit dem «letzten Abendmahl» von Leonardo da Vinci beschäftigte.

 

 

źródła: Andy Warhol. Leben und Tod, Victor Bockris, W.A.B, Warszawa 2005
Internet, Wikipedia

© Dieser Artikel von mir wurde in der deutschsprachigen Astrologie-Zeitschrift Astrologie Heute, in ihrer Ausgabe vom Juni/Juli 2018, Nr 193 abgedruckt. AstroTranslatio. All rights reserved

 

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